Bereit für den Strom-Notfall – und die Freizeit

Die Ecoflow Delta 2 Powerstation ist ein riesiger Akku, mit dem man sogar den TV oder den Staubsauger betreiben kann. Die Batterie kann man zusätzlich über ein faltbares und transportables Solarpanel laden. Ideal für den Notfall – oder immer dann, wenn man für Hobby oder Freizeit mobilen Strom braucht.

TextLorenz Keller

Energie und Strom sind momentan überall ein riesiges Thema. Mittelfristig geht es um die Energiewende, kurzfristig befürchten viele diesen Winter Engpässe oder gar Ausfälle. Wie können Solarpanels und grosse Akkustationen dabei helfen? Wir haben den Test gemacht. Und sind mit dem Set von EcoFlow bereit für den Strom-Notfall – und die Freizeit.

Für Stromausfall – und den Alltag

Der Hersteller ist der Marktführer in diesem Bereich und erlebt natürlich ebenfalls gerade einen riesigen Boom. Bei EcoFlow gibts ganz unterschiedliche Generatoren und Akkugrössen, dazu über ein Dutzend Solarpanels. Wir haben für diesen Test ein mittleres Set ausprobiert.

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Und zwar eines, das man gut für den Notfall in Reserve behalten kann. Aber das auch sonst für Freizeit, Reisen oder Hobbys jederzeit gut gebraucht werden kann. Die Panels sind flexibel und faltbar. In der Tasche verstaut kann man sie trotz 14 Kilogramm Gewicht noch gut tragen.

Und auch den brandneuen Delta 2 mit seinen 12 Kilogramm kann man noch gut mitnehmen. Ja, sogar beides zusammen lässt sich von einer einzelnen Person schleppen. Zumindest vom Auto irgendwohin.

Der Setpreis ist auch durchaus erschwinglich: Statt etwas über 1900 Franken zahlt man in der Kombi für Solarpanel mit 220 Watt und Powerstation knapp 1760 Franken. Akku und Generator machen übrigens dabei zwei Drittel des Preises aus. Erhältlich ist das Set bei Energy365.ch, dem Schweizer Hauptlieferanten der Ecoflow-Geräte. Energy365.ch will zu einer zentralen Anlaufstelle für erneuerbare Energie in der Schweiz werden.  

Langlebiger Akku und schnelles Laden

Die Delta 2 Powerstation ist noch aus einem anderen Grund ideal für all jene, welche sie auch wirklich oft nutzen wollen. Denn der LiFePO4-Akku ist auf über 3000 Ladungen ausgelegt. Steckt man die Batterie also jeden Tag an den Strom, hat sie nach zehn Jahren immer noch 80 Prozent der Kapazität.

Ebenfalls wichtig, falls man etwa in den Camping-Ferien ist und ab und zu an der Steckdose nachladen muss. Hat man so 30 Prozent «Reststrom», dauerte es im Test weniger als eine Stunde, bis er wieder voll war. Der Hersteller schreibt: von 0 bis 80 Prozent in 50 Minuten, von 0 auf 100 Prozent in 80 Minuten.

Übrigens: Erschrecken darf man nicht, wenn man dieses schnelle Laden nutzt. Denn dann schalten sich die grossen Lüfter an der Seite ein, was man gut hört.

Der integrierte Akku hat eine Kapazität von 1000 Wh. Wer will, kann bis zu zwei weitere Akkus mit dann total 3000 Wh anhängen. Ideal etwa als Notstromversorgung für Haushaltsgeräte.

Spannend auch: Die Power Station kann man als Notstrom-Aggregat nutzen. Hängt sie nämlich am Strom, werden die angeschlossenen Geräte direkt übers Kabel versorgt. Fällt der Strom aus, schaltet die Delta 2 innert 30 Millisekunden auf den Akku um.

Gelernt: Heizlüfter sind Stromfresser

Die Ecoflow Delta 2 hat unter anderem vier USB- und zwei USB-C-Buchsen. Dazu einen Anschluss wie im Auto, umgangssprachlich «Zigarettenanzünder» genannt. Und dann noch eine ganz normale AC-Steckdose für fast alle Geräte aus dem Haushalt mit zweipoligen Steckern. Diese kommt mit einem Zusatzadapter speziell für die Schweiz.

Die Steckerbereiche kann man übrigens mit einem Knopf ein – und ausschalten, damit nicht unnötig Standby-Energie verschwendet wird. Dank 100 Watt Leistung kann man sein MacBook oder Laptop übrigens direkt über USB-C laden. Android-Phones mit Schnellladefunktion werden hier natürlich auch unterstützt – allerdings leider nicht ganz alle Standards. Das alles ist im Alltag sehr praktisch.

Auf dem Bildschirm sieht man übrigens, wie viel Strom gerade bezogen wird. 13 Geräte parallel kann man anschliessen, 1800 Watt Ausgangsleistung ist möglich. Kurzfristig sind es mit X-Boost-Technologie sogar 2400 Watt. Und natürlich ist die Powerstation auch gegen Überlastung geschützt.

Die Anzeige hat übrigens auch einen Lerneffekt. So merkt man, dass der kleine Heizlüfter alleine 1786 Watt zieht und den Akku in einer halben Stunde leeren würde. Beim 55 Zoll grossen Fernseher dagegen sind es 70 bis 90 Watt. Man könnte also mit einer Batterieladung acht bis neun Stunden in 4K TV schauen.

So als Richtgrösse: Ein Handy liesse sich rund 50-mal aufladen, ein Laptop rund 15-mal. Wenn man in den Campingferien seine Gadgets mit Strom versorgt und noch etwas LED-Licht betreibt, muss man wohl nicht gross nachladen.

An der Sonne ist der Strom gratis

Die Installation und der Betrieb sind total einfach. Einstecken und loslegen. Man kann die Ladestation auch mit der Ecoflow-App verbinden, sie liefert von überallher noch mehr Kontrolle und Übersicht. Allerdings funktioniert das nur, wenn man ein WLAN in der Nähe hat, mit dem sich die Box verbinden kann. Ohne WiFi kann man die App direkt über Bluetooth verbinden.

In der App sieht man im Detail die Eingangs- und Ausgangsleistung, kann aber auch viele Parameter festlegen. Sie funktioniert natürlich für alle Modelle von Ecoflow.

Aber eben, es geht auch ohne problemlos. Auch wenn man ein Solarpanel nutzt. Das kommt in einer Tasche und wird aufgefaltet. Es hat mit relativ kurzen Kabeln die zwei Standardanschlüsse, die man dann über ein Zwischenkabel mit der Powerstation verbinden kann – aber auch eine Einspeisung in den Haushalt wäre so möglich.

Das Zwischenkabel wird im Set mitgeliefert und ganz einfach zusammengesteckt. Und kaum hat man das Panel an die Delta 2 angehängt, wird der Akku auch gleich geladen. Das ist total gratis – und schon faszinierend. Auf dem Display sieht man auch gleich, wie viel Watt geliefert wird und wie lange es dauert, bis der Akku voll wäre bei kontinuierlicher Sonnenleistung.

Solarstrom ist auch ein Lernprozess

Schnell merkt man, dass das mit der Sonnenenergie nicht ganz einfach ist. So ein portables Solar-Panel ist daher ideal, um auszuprobieren und zu lernen. Schnell merkt man, dass es sehr darauf ankommt, wie die Solarzellen ausgerichtet sind.

Das getestete Panel ist bifacial. Das bedeutet, dass beide Seiten Sonnenenergie verwerten können, was deutlich effizienter sein soll. Allerdings: Richtet man das Panel nicht so richtig nach der Herbstsonne aus, lädt der Akku nur mit 50 bis vielleicht 100 Watt. Justiert man besser, sind es dann 160 Watt.

Clever gemacht ist die Tasche, die gleichzeitig auch als Ständer genutzt werden kann. So kann man ganz einfach einen guten Winkel einstellen und die Ladung optimieren.

Im Test hätte es rund vier Stunden gedauert, von knapp unter 40 Prozent den Akku zu füllen. Und das auch nur, wenn man das Solarpanel wirklich direkt in die Sonne stellen kann.

Immerhin: Man könnte mit einem grössen Panel oder zwei zusammengeschalteten 220-Watt-Panels den Akku in drei bis sechs Stunden ganz füllen. Das ist dann eher realistisch auf einer Reise. Wichtig zu wissen: Sowohl die Panels auch die Powerstation sind robust gebaut und für die Outdoor-Benutzung ausgelegt – sprich wasserdicht und regenfest.

Bereit für den Strom-Notfall – und die Freizeit

Das getestete Set ist eine gute Basis-Ausrüstung, die man vielseitig und längerfristig nutzen kann. Als Notstromaggregat für wichtige Geräte, um selber Strom zu erzeugen, als Absicherung für Strom-Abschaltungen, aber auch für Hobby, Camping oder Freizeit.

Der Delta 2 ist eine sinnvolle Grösse – auch wenn nach wie vor halt eine solche Batterie Platz braucht und schwer ist. Aber man kann die Powerstation noch transportieren und mitnehmen. Und auch das 220-Watt-Solarpanel ist ein solcher Kompromiss.

Bis zu einem gewissen Grad portabel und flexibel und trotzdem gut nutzbar, um bei guten Verhältnissen eine nützliche Menge an Strom selber zu produzieren. Und da alles vom gleichen Hersteller kommt, ist es auch gut aufeinander abgestimmt und auch für Solar-Einsteiger einfach zu nutzen.