Der beste Deal: iPhone 11 vor iPhone 13 Pro

Acht iPhones hat Apple aktuell im Programm: vom iPhone SE bis hin zu den vier neuen iPhone-13-Modellen. Wir sagen, welche Geräte sich wirklich lohnen – und für wen.

TextLorenz Keller


Diese Woche kommen vier neue iPhones in die Läden (hier lesen Sie, was uns Apple an der Keynote dazu verschwiegen hat). Doch der Hersteller hat noch vier weitere Modelle im Angebot. Neben den vier iPhone-13-Varianten noch zwei iPhone-12-Modelle, das iPhone 11 und das iPhone SE. Wir sagen, welches der acht Modelle der beste Deal ist und warum iPhone 11 vor iPhone 13 Pro gewinnt.

Platz 8: iPhone SE braucht dringend ein Update

Es gibt nur noch zwei Argumente für das iPhone SE: der Fingerabdruck-Sensor und der Preis. Tatsächlich haben alle anderen iPhones inzwischen nur noch Gesichtserkennung, was nicht nur beim Maskentragen nicht ideal ist.

Knapp 450 Franken zahlt man für ein SE mit 64 GB Speicher, mit 128 GB werden 510 Franken fällig. Es gibt kein günstigeres, neues iPhone. Allerdings hat es auch mit 4,7 Zoll einen sehr kleinen Screen und ein altbackenes Design. Drin steckt der A13 Chip, der inzwischen doch auch zwei Jahre auf dem Buckel hat. Und die 12-Megapixel-Kamera bietet solide Bilder, aber halt eben nicht viel mehr.

Wer unbedingt ein kleines Telefon haben will, ist mit dem praktisch genau gleich grossen iPhone 13 Mini viel besser bedient. Es kostet zwar 780 Franken, dafür gibts aber auch gleich 128 GB Speicher und einen 5,4-Zoll-Screen. Dazu den besseren Screen, die bessere Akkulaufzeit, das modernere Design und die viel besseren Kameras.

Das iPhone SE eignet sich wirklich nur noch für Sparfüchse und Puristen, die unbedingt einen Fingerabdruck-Scanner wollen – und trotzdem unbedingt ein iPhone und kein Android-Gerät.

Platz 7: iPhone 12 Mini bietet nicht genug Sparpotential

Eigentlich ist das iPhone 12 Mini ein gutes Gerät, das aber zwei Probleme hat. Zuerst einmal ist die Akkulaufzeit nicht wirklich gut. Das 5,4-Zoll-Gerät hält kaum einen ganzen Tag durch – ausser man nutzt sein Handy wirklich selten.

Das macht das iPhone 13 Mini deutlich besser. Zudem hat es auch gleich eine bessere Kamera und den neueren Chip. Der Preisunterschied von 130 Franken mag im ersten Moment doch signifikant sein, gerade weil das 12er nicht so viel schlechter ist im Alltag als das 13er

Doch das 12er hat für 649 Franken nur 64 GB Speicher, 128 GB kosten dann 709 Franken. Da ist der Unterschied zum 13 Mini mit standardmässig 128 GB für 779 Franken dann nicht mehr gross.

Wer das kleinste iPhone kaufen will, sollte sich unbedingt den kleinen Aufpreis auf das iPhone 13 Mini leisten. Ausser er findet eine spezielle Aktion irgendwo, wo man wirklich Geld sparen kann.

Platz 6: iPhone 12 im Sandwich zwischen 11 und 13

Das iPhone 12 für 779 Franken ist eigentlich ein guter Deal. Wenn denn da nicht die Konkurrenz aus dem eigenen Haus wäre. Das iPhone 13 bietet mehr Akku, den neueren Prozessor, eine etwas bessere Kamera und gleich 128 GB Speicher. Dafür zahlt man beim 12er dann eben auch 839 Franken.

Die Differenz zu den 879 Franken fürs normale iPhone 13 sind dann einfach zu klein. Immerhin: Das iPhone 12 fällt bei der Akkulaufzeit weniger ab als das Mini und ist so grundsätzlich eine gute Wahl.

Das iPhone 12 lohnt sich nur, wenn man eine spezielle Aktion findet. Es ist ein sehr gutes Phone, das aber im Vergleich zum noch etwas besseren 13er aber einfach zu wenig günstig ist.

Platz 5: iPhone 13 ist nur ein bisschen neu

Das iPhone 13 ist eigentlich ein tolles Smartphone, das für 879 Franken eine sehr gute Kamera, eine anständige Akkulaufzeit und den neusten Apple-Prozessor bietet. Wer also von einem iPhone X oder älter herkommt, der wird begeistert sein.

Allerdings bietet das iPhone 13 auch viele Dinge nicht, die bei der Android-Konkurrenz zu solchen Preisen selbstverständlich sind. 120-Hertz-Bildschirm etwa oder einen Fingerabdruck-Sensor. Gerade die wenigen Innovationen im Vergleich zum iPhone 12 sind enttäuschend. Ein Makro-Modus vermisst man etwa schmerzlich.

Da der Vorgänger kaum im Preis gesunken ist, ist das iPhone 13 dann doch nicht so ein schlechter Deal. Allerdings wird niemand von einem 11er oder 12er upgraden wollen. Wenn, dann von älteren Phones wie dem iPhone X oder gar dem 8 oder 7.

Das iPhone 13 ist ein solides Upgrade ohne Überraschungen. Wer ein neues Apple-Telefon möchte, der macht damit nicht viel falsch. Es gibt aber noch einen besseren Deal in dieser Grösse.

Platz 4: iPhone 13 Mini hat endlich besseren Akku

Auch bei der kleinen Version des iPhone 13 gibts im Vergleich zum 12er nicht grosse Verbesserungen: eine etwas bessere Kamera und der neuste Prozessor. Viel wichtiger ist hier aber das Plus an Akkulaufzeit. Schliesslich war das die grösste Schwäche des Mini-iPhones.

Wunder darf man zwar weiterhin keine erwarten. Denn im kleinen iPhone hat einfach nicht viel mehr Akku Platz. Aber die Verbesserung ist durchaus spürbar, und Normalnutzer werden nun mehr oder weniger durch den Tag kommen.

Das Mini ist mit Preisen ab 779 Franken auch das günstigste ganz neue Smartphone. Und die Basisversion ist dank neu 128 GB Speicher auch durchaus empfehlenswert.

Das iPhone 13 Mini hat eine klare Zielgruppe: All jene, die ein kleines Smartphone möchten. Bislang musste man immer mit Akku-Einschränkungen leben, das hat sich nun deutlich gebessert. Darum ist das 13er auch empfehlenswerter als der Vorgänger.

Platz 3: iPhone 13 Pro Max ist das Maximum

Das iPhone 13 Pro Max ist nicht nur die teuerste und grösste Variante, sondern auch jene mit der besten Akkulaufzeit. Auch hier wieder wird eine ganz spezielle Zielgruppe angesprochen.

Im Gegensatz zum Vorjahr haben das normale Pro und das Pro Max dieselben Fähigkeiten und Funktionen. Ob man die 100 Franken Aufpreis bezahlen will, hängt also wirklich nur davon ab, ob man den grossen Bildschirm wirklich braucht. Oder ob die lange Akkulaufzeit wirklich notwendig ist.

Übrigens: Direkt auf der Seite von Apple kann man die verschiedenen iPhone-Varianten ganz einfach miteinander vergleichen.

Die volle iPhone-Power mit grossem Screen und langer Akkulaufzeit. Das iPhone Pro Max bietet alles, kostet aber auch mindestens 1229 Franken.

Platz 2: iPhone 13 Pro endlich mit ein wenig Pro-Feeling

Im Vorjahr hatte das iPhone 12 Pro das Problem, dass es sich zu wenig vom normalen Modell unterschied. Und dass das Pro Max dann doch einige Features mehr geboten hat.

Nun unterscheiden sich Pro und Pro Max nur noch durch die Bildschirm- und Akkugrösse. Aber auch das 13 Pro läuft nun spürbar länger als der Vorgänger. Von dem her dürfte das kein Ausschluss-Kriterium mehr sein.

Endlich gibts aber für die mindestens 1129 Franken auch wirklich einige Features mehr als beim normalen Modell für 879 Franken. Im Alltag merkt man am stärksten das Kamerasystem: So hat man einen optischen Dreifachzoom und den Makromodus. Beides ist im Alltag praktisch und hilft dabei, noch mehr tolle Fotos und Videos zu machen.

Zweite grosse Verbesserung ist der 120-Hertz-Bildschirm. Zwar ist auch der normale Screen von Apple schon gut und vor allem ideal auf die Software abgestimmt, aber mit der schnelleren Bildwiederholrate wird das nochmals besser – vor allem bei Games oder wenn man schnell scrollt. Allerdings: Viele User werden den Unterschied im Alltag kaum bemerken.

Das iPhone 13 Pro ist ein ideales Upgrade für Viel-User, die von einem XS oder älter herkommen. Mit einem 11er oder 12er lohnt sich eine Neuanschaffung nicht unbedingt.

Platz 1: Das iPhone 11 ist der Preis-Leistungs-Sieger

Und was ist mit all den Usern, die noch ein iPhone 7, 6s oder ein noch älteres iPhone haben? Sie wollen vielleicht endlich mal ein Upgrade auf ein modernes iPhone, aber nicht gleich 800 bis 1000 Franken dafür bezahlen.

Hier gibts einen Geheimtipp. Denn Apple verkauft immer noch das iPhone 11. Und zwar in zwei Varianten (und immerhin gleich sechs Farben): Die Version mit 64 GB kostet 549 Franken, jene mit 128 GB 609 Franken.

Im Vergleich zum iPhone 12 und 13 muss man in zwei Bereichen spürbare Abstriche machen: Es gibt nur 4G und kein 5G, und der Screen hat eine schlechtere Auflösung. Auch das Magsafe-Zubehör funktioniert nicht, drahtlos laden kann man aber trotzdem.

Der Akku im 11er ist besser als im 12er und fast so gut wie im 13er. Und auch die Kamera ist ausgezeichnet. Gerade wer von einem älteren iPhone herkommt, wird ein ganz anderes Smartphone-Feeling haben – ohne gleich das Budget maximal zu strapazieren.

Darum ist das iPhone 11 der klare Budget-Tipp für alle, die ein gutes iPhone wollen, aber nicht die neuste Technik brauchen. Und wer sich bei Händlern umschaut, gerade etwa am Black Friday, wird das iPhone 11 garantiert bald für 499 Franken finden.