Das sind die besten Smartphones des Jahres

Wir zeigen hier die perfekten Handys des Jahres 2021 für alle möglichen Ansprüche: für kleine Hände, für totale Nerds, für bescheidenes Budget oder für Video-Fans.

TextLorenz Keller

Es war ein schwieriges Jahr für die Smartphone-Hersteller. Einerseits gibts eine trotz oder gerade wegen der Pandemie weltweit hohe Nachfrage nach Geräten. Andererseits macht die Chip-Krise ihnen zu schaffen. Sie können nicht genug Geräte liefern, und teilweise verzögerten sich auch Lancierungs-Termine. Trotzdem sind viele spannende Neuheiten auf den Markt gekommen. Wir stellen die besten Smartphones des Jahres in verschiedenen Kategorien vor.

Google Pixel 6: Die Überraschung des Jahres

In ganz vielen Dimensionen schaffte es Google, dieses Jahr die User zu überraschen. Nachdem man in den Vorjahren eher gedacht hatte, dass sich Google etwas bei der Smartphone-Hardware zurückhält und nicht mehr in der Topliga mitspielen will, so kam das im Herbst ganz anders.

Das Pixel 6 und das Pixel 6 Pro überraschten mit dem wohl besten Kamerasystem auf dem Markt, das erst noch in ein ganz spezielles Visor-Design gepackt wurde. Die Optik polarisiert, sticht aber auch wohltuend aus der Masse heraus.

Im Test zeigt das Pixel 6 viele Stärken – und auch einige unverständliche Schwächen. So ist der Screen ausgezeichnet und die Kamera ein Highlight.  Android 12 läuft wunderbar flott, hat viele intelligente Features und lässt sich schön individualisieren.

Schade nur, ist der Akku mittelmässig und der Fingerabdruck-Scanner langsam und ungenau. Zudem gibts das Gerät bei uns weiterhin nur als Import. Hier kann man den gesamten Test nachlesen.

Insgesamt ist das Google Pixel 6 eine schöne Überraschung. Sicher nicht das Gerät für die grosse Masse, aber eine spannende Alternative zu einem attraktiven Preis.


Oppo Find N: Das beste Faltphone

Quasi direkt zu Redaktionsschluss hat Oppo sein erstes Telefon mit faltbarem Screen vorgestellt. Und macht alles richtig – ausser, das Find N vorerst noch nicht nach Europa zu bringen.

Wir haben es trotzdem schon ausprobieren können – alles dazu kann man hier nachlesen. Zwar ähnelt das Find N in der Grundkonstruktion dem Samsung Galaxy Fold 3. Aber Oppo hat die Form zum Besseren verändert.

Vor allem der breitere Aussenscreen lässt sich im Alltag deutlich besser nutzen, und auch innen hat man gleich nach dem Ausklappen einen Querformat-Bildschirm vor sich. Das faltbare Display ist nochmals ein Stück besser, man spürt den Falz kaum mehr, der Screen fühlt sich fast an wie bei einem normalen Smartphone.

Schade einzig, ist das Oppo Find N nicht wasserfest – sonst wäre es fast schon das perfekte Faltphone. Immerhin zeigt das Gerät, in welche Richtung es gehen kann und wie man auch bei den flexiblen Displays Schritt für Schritt Verbesserungen machen kann. Insgesamt ist es aber eines der beeindruckendsten Smartphones des Jahres.


iPhone 13 Pro: Die beste Video-Kamera

Das iPhone 13 Pro ist eigentlich ein rundum gelungenes Gesamtpaket, ist aber mit deutlich über tausend Franken ziemlich teuer. Und irgendwie halt nicht besonders innovativ im Vergleich zur Konkurrenz.

Immerhin bietet Apple weiterhin den besten Prozessor auf dem Markt und ein Ökosystem, das Software- und Hardware perfekt kombiniert. Im Fotobereich hat Apple aber den Vorsprung eingebüsst – ausser in einem Bereich.

Denn nach wie vor ist das iPhone 13 die erste Wahl, wenn man Videos aufzeichnen will. Bis zu 4K und 60 Bilder sind in toller Qualität möglich. Drei Stärken hat das iPhone: Der Fokus ist schnell und kontinuierlich inklusive sehr guter Gesichtserkennung. Die Bildstabilisierung ist herausragend, auch bei Zoom. Und ja, die Videoqualität ist auch bei 3x Zoom oder Weitwinkel konstant.

Eine Übersicht zu allen iPhone-13-Modellen gibt es hier in diesem Artikel.

Und in diesem Video hier wurde alles ausser die Moderationen mit einem iPhone 13 Pro gefilmt.


Oppo Reno 6: Das beste Budget-Phone

Zu Preisen ab rund 450 Franken findet man das Oppo Reno 6 im Handel. Wer auf eine Aktion wartet, kann es auch mal für 400 Franken bekommen. Zu diesem Preis ist es ein unschlagbares Paket.

Das Reno 6 sieht schick aus und ist hochwertig verarbeitet. Der 6,43 Zoll grosse Bildschirm ist hell und hochaufgelöst, der 4300 mAh grosse Akku hält ausgesprochen lange. Und ist mit 65 Watt ultraschnell wieder aufgeladen.

Der schnelle Fingerabdruck-Scanner ist unter dem Screen, verzichten muss man aber auf drahtloses Laden. Und das Gehäuse ist nur spritzwassergeschützt und nicht wasserfest.

Während man bei vielen Phones in diesem Preisbereich Abstriche in der Fotoqualität machen muss, schiesst das Reno 6 gute Bilder, auch wenn die Lichtverhältnisse nicht ganz ideal sind. Die gesamte Review zum Oppo-Phone kann man sich übrigens hier nachlesen.


Nokia G20: Das beste Billig-Phone

Nur gerade rund 160 Franken kostet das Nokia G20 im Handel. Und es bietet alles, was man fürs mobile Leben braucht. Herausragend für diese Preiskategorie sind die 128 GB Speicher und der 5050 mAh grosse Akku, der mindestens zwei Tage halten sollte.

Das Display ist 6,5 Zoll gross, die Auflösung beträgt 720 auf 1600 Pixel. Das ist in dieser Klasse so üblich. Auch vom «MediaTek Helio G35»-Prozessor mit 4 GB Arbeitsspeicher darf man keine Wunder erwarten. Aber für den Alltag sollte das alles ausreichen, wenn man keine grossen Ansprüche stellt.

An der Seite gibts einen Fingerabdruck-Scanner, und wichtig für die User ist auch, dass Nokia zwei Jahre Android-Upgrade verspricht. Von der Kamera dagegen darf man nicht allzu viel erwarten, dort muss man Abstriche hinnehmen. Auch ein solch günstiges Gerät kann zu den besten Smartphones des Jahres gehören.

Einige zusätzliche Infos zum G20 kann man hier nachlesen.


Samsung Galaxy Z Flip 3: Das spassigste Phone

Weniger als 1000 Franken kostet das kleine Samsung-Faltphone inzwischen.  Und ist damit das erste Faltphone, das nicht deutlich teurer ist als andere Flaggschiff-Geräte. Und es ist das Gerät, das wohl dieses Jahr im Test am meisten Spass gemacht hat.

Denn das Auf- und Zuklappen macht einfach immer wieder richtig Laune. Das Prinzip ist einfach: Man hat aufgeklappt einen normalen 6,7-Zoll-Bildschirm, den man in der Mitte falten kann. So ist das Flip zwar dicker, aber deutlich kompakter als andere Geräte.

Das Phone lässt sich so einfacher in Taschen verstauen – und mit coolen Hüllen auch direkt an einer Kordel um den Hals tragen, wie das ja heute durchaus öfters gemacht wird. Dabei ist das Flip besser geschützt als normale Handys. Und der 1,9 Zoll grosse Aussenscreen ist genug gross, um Benachrichtigungen, Uhrzeit etc. abzulesen.

Ideal ist der kleine Bildschirm auch, um Selfies oder Videos von sich selber mit der Hauptkamera in bester Qualität zu schiessen. Man muss das Flip dazu nicht mal aufklappen. Sehr clever gelöst von Samsung.

Mehr Infos zum Galaxy Flip gibts hier in diesem Artikel.


Das sind die besten Smartphones des Jahres

Trotz aller Schwierigkeiten gab es dieses Jahr spannende Weiterentwicklungen in der Smartphone-Branche. Als Konsument hat man von den Lieferproblemen erst etwas gemerkt, wenn man dann wirklich ein Gerät bestellen wollte und man teilweise lange darauf warten musste.

Den ganz grossen Wurf gab es 2021 insgesamt nicht. Sowohl die Falt-Telefone wie auch die normalen Geräte wurden aber stetig weiterentwickelt. Bei den Flaggschiffen war das vor allem der Kamerabereich, der inzwischen bei allen Topmodellen ausgezeichnet ist, egal ob von Apple, Samsung oder Oppo.

Gleichzeitig erhält man auch im Preisbereich von 400 bis 800 Franken ausgezeichnete Smartphones mit allen Features. Und auch Funktionen wie 5G, Fingerabdruck-Scanner unter dem Screen oder auch drahtloses Laden ist inzwischen in sehr günstigen Geräten zu finden.